In den Jahren von 1997 bis 2007 ist das Einkommen der Beamten und der beamtenrechtlichen Versorgungsempfänger erheblich gesunken. Sieben Milliarden Euro betragen die Belastungen der aktiven Beamten in den Jahren von 2004 bis 2007. Einbußen in Höhe von 11,7 Milliarden Euro mussten die beamtenrechtlichen Versorgungsempfänger in den Jahren seit 1997 verkraften.
Auf diese skandalösen, von der breiten Öffentlichkeit bisher leider ignorierten Fakten machte der Bundesvorsitzende des Seniorenverbandes BRH, Dr. Herbert Bartsch (Mainz), unter Hinweis auf ein Gutachten von Professor Dr. Horst-Dieter Westerhoff vom CENSEO-Institut (Königswinter) aufmerksam, das im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Verbände des höheren öffentlichen Dienstes (AhD) erstellt wurde.
Diese Daten seien die Untergrenze der Einschnitte. Mit diesem Ergebnis seien nämlich weder die Einkommensverluste der Länderbeamten noch die des indirekten öffentlichen Dienstes voll erfasst. Das wissenschaftliche Gutachten, so der BRH-Chef heute im Pressedienst seiner Organisation, mache wie in einem Brennglas deutlich, dass die den Betroffenen aufgelasteten massiv einschneidenden finanziellen Eingriffe bei Weitem die Belastungen übertrafen, die den Arbeitnehmern in der Privatwirtschaft zugemutet wurden. Der BRH-Bundesvorsitzende appellierte an die Medienverantwortlichen, bei der Vermittlung der im öffentlichen Dienst anzutreffenden Realitäten endlich zu den Maßstäben zurückzufinden, die an eine journalistisch seriös aufbereitete Berichterstattung anzulegen sind.